Sehen lernen – Zürich – 13. Juli 2017

Stammtisch vom 13. Juli 2017 – Zürich

Fokusthema des Abends war „Sehen lernen“. Ein Begriff, der meistens im Zusammhang mit dem Shopfloor oder dem Wertstrom genannt wird.

sehen_lernen

Obschon das Thema gemäss den Anmeldungen sehr grossen Anklang fand, erschien nur die Hälfte der Leute tatsächlich. „Wer kommt, der ist der Richtige“ – Dies galt auch für diesen Anlass. Spass hat es auf jeden Fall gemacht.

Sehen lernen

Um das Jahr 1998 herum schuf Mike Rother mit seinem BuchLearning to See: Value-Stream Mapping to Create Value and Eliminate Muda“ die Grundlage für die Verbreitung des „Sehen Lernen“. Sein Buch bezog sich auf die Wertstromanalyse und das Wertstromdesign. Dieses zeigt auf – vereinfach ausgedrückt – wo etwas passiert, wie und womit es getan wird, wie lange etwas hat und wohin es fliesst.

Natürlich wird durch die Visualisierung der Wertstrom „gesehen“. Doch ist dies nur eine Seite der Medaille. Es gehört weit mehr dazu. Nachfolgend Beispiele dazu.

Gemba – Genchi Genbutsu – Genjitsu

Viele Lean-Anwender kennen das 3-G-Prinzip. Dieses besteht aus drei japanischen Begriffen:

  • Gemba (der Ort des Geschehens)
  • Genchi Genbutsu (die Sache)
  • Genjitsu (die Fakten)

Auch dies ein wichtiger Bestandteil um „Sehen zu lernen“. Der Mensch geht dorthin, wo es wirklich geschieht. Schaut sich die Sache an, um die es geht und nimmt die Fakten auf.

Aus meiner persönlichen Sicht ist die Verwendung des Dreiergespanns  einfacher zu verwenden für den Anfänger als ein Wertstrom und dessen Facetten.

Variante von Go and See

Lean Management verwirrt mache Menschen, da besonders die Experten oft alternative Varianten verwenden. Beispielsweise hat Mark Graben, ein bekannter Lean-Vertreter aus den USA, folgende Unterteilung gewählt:

  • Schaue selbst nach.
  • Schaue nach, was die Leute tun.
  • Schaue nach, wie die Leute ihre Zeit verbringen.
  • Schaue nach, wohin die Leute gehen.
  • Schaue nach, was wirklich passiert.
  • Schaue nach, wo Deine Teamkollegen wirklich sind.
  • Schaue nach, wo sich Verschwendung befindet.

Auf den ersten Blick ein ganz anderer Ansatz. Bei näherer Betrachtung stellt der Leser fest, dass es sich immer um das Gleiche dreht.

Kizuki

Persönlich mag ich die asiatischen Begriffe für Dinge, Fähigkeiten oder Vorgehenweisen sehr. Während die Chinesen oft sehr blumige Definitionen verwenden, ist in Japan die Kürze der Begriffe faszinierend.

Einer davon ist Kizuki. Auf Deutsch übersetzt: die Fähigkeit zu erkennen. Das Bewusstsein erlangen. Die Realität erkennen.

Zusammenfassung des Abends

Zehn Personen sassen im Aussenbereich des imagine. Erneut waren neue Gesichter dabei. Ernstmals kamen Stammtisch-Gäste aus St. Gallen und Luzern nach Zürich. Auch spannend ist, dass sich Besucher anderer Stammtische, in diesem Fall aus dem Bereich des Projektmanagement, bei uns einfinden und mitmachen. Dieser erwünschte Effekt bildet die Grundlage, um das Wissen rund um Lean schweizweit zu streuen und zu mehren. Es geht weiter… wir bleiben gespannt auf die Entwicklung.

Ausblick auf nächste Termine

Am 27. Juli sind wir zum ersten Mal in Schaffhausen im Restaurant Güterhof. Fokus-Thema: Lean im Office.

Am 3. August findet der Jubiläums-Stammtisch in Zürich statt. Dies  im imagine im Hauptbahnhof. Fokus-Thema: Toyota-Weg, 4P-Modell, 14 Prinzipien des Managements.

Am 17. August werden wir in Willisau bei Brack.ch zu Gast sein. Wir geniessen zudem eine Führung durch das Logistikzentrum. Fokus-Thema: Lean und MTM in der Logistik

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

 

Share

Autor: Frederic Jordan

Selbständiger Organisations- und Managementberater mit Fokus Kaizen, Lean und Veränderung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.