Shopfloor Management – Zürich 20. April 2017

Stammtisch vom 20. April 2017 – Zürich

Ein wichtiges Lean-Management-Thema stand im Fokus – das Shopfloor Management. Die Gespräche fanden aufgrund der Zusammensetzung der Teilnehmenden weitgehend in Englisch statt.

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Nebst bekannten Gesichtern durften wir zwei neue Gäste aus Lörrach (DE) begrüssen. Es stellt jedes Mal ein Kompliment für den Lean-Stammtisch Schweiz dar, wenn ausländische Teilnehmende den weiten Weg zu uns auf sich nehmen.

Shopfloor Management

Ein derart vielschichtiges Thema wie Shopfloor kann nicht auf einer einzigen Seite behandelt werden. Deshalb werden nur die wichtigsten Bestandteile betrachtet.

Was ist Shopfloor Management?

Der englische Begriff „Shopfloor“ bedeutet übersetzt Werkstatt oder Fertigung. Unter dem Begriff „Management“ versteht man sämtliche Leitungs- und Führungsaufgaben zur Leistungserstellung.

Aus dieser Herleitung sind unter dem Begriff „Shopfloor Management“ die Leitungs- und Führungsaufgaben einer Fertigung zu verstehen. Ferner kann Shopfloor Management als Instrument zum „Führen am Ort der Wertschöpfung“ gesehen werden.

(Quelle: Wikipedia)

Bestandteile

Viele sehen im Shopfloor nur die Visualisierungsboards.

Diese sind jedoch nur ein Bestandteil. Denn beim Shopfloor geht es nebst der Visualiserung von Zahlen, Daten und Fakten auch um die Führung vor Ort, die Lösung von Problemen, die Kommunikation sowie um die kontinuierliche Verbesserung.

Jeder dieser Punkte lässt sich in verschiedene Facetten aufteilen. Zudem gibt es Schnittstellen mit den anderen Bereichen.

Visualisierung

Visuelles Management bedeutet den Einsatz von Hilfsmitteln und Methoden, die es jeder Person ermöglichen, den Standard und die Abweichungen, sofort klar und deutlich zu erkennen.

Manchmal werden die Begriffe der visuellen Kontrolle oder Management by Sight genannt.

Kommunikation

Die Kommunikation ist eng mit der Führung der Mitarbeiter verbunden.

Wer führen will, muss kommunizieren“. Die enge Verknüpfung ändert nichts daran, dass die Kommunikation eine eigene tragende Säule des Floor Management bildet. Eine gute Kommunikation ist Voraussetzung, um Missverständnisse zu vermeiden.

Dabei gilt es, die Selbstmanagement-Fähigkeiten der Mitarbeiter zu fördern und zu coachen.

„Eine gute Frage gestellt zu bekommen, kann Mitarbeitern helfen, Informationen zusammenzufügen, existierende Ideen auszuwerten und neue Ideen zu produzieren.“

Die Kommunikation ist auch dahingehend ein wichtiger Faktor, da die Führungskraft Informationen aus erster Hand bekommen kann. Somit können Entscheidungen näher an die Situationen vor Ort geknüpft werden.

Es ist nicht nur die Kommunikation zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitern entscheidend, sondern es muss ebenfalls eine geregelte Kommunikation zu den Schnittstellen erfolgen.

(Quelle: Wikipedia)

Problemlösung

Problemlösungsmethoden bilden gemeinsam mit Kaizen einen der Schlüssel im Lean-Management. Die Grundhaltung liegt dabei auf der proaktiven Einstellung aller Beteiligten.
Eine bekannte Methode zur Problemlösung ist der PCDA-Kreis.
„PDCA steht hierbei für das Englische PlanDoCheckAct, was im Deutschen auch mit ‚PlanenTunÜberprüfenUmsetzen‘ oder ‚Planen – Umsetzen – Überprüfen – Handeln‘ übersetzt wird.
Die Ursprünge des Prozesses liegen in der Qualitätssicherung.“
(Quelle: Wikipedia)

Kaizen

Kaizen umschreibt eine Lebens- und Arbeitsphilosophie, in deren Zentrum das Streben nach ständiger Verbesserung in allen Unternehmensbereichen steht.

Der Ausdruck Kaizen stammt aus dem Japanischen und bedeutet „Veränderung zum Besseren“. Ein Weg kleiner Schritte, welcher niemals endet. Das Streben nach Perfektion ist das Ziel.

Führung

Lean Leadership zeichnet sich dadurch aus, dass neben dem Verbessern der Unternehmensprozesse verstärkt der Faktor Mensch berücksichtigt wird.

Zielt darauf ab, sukzessiv die Fähigkeit der Führungskräfte zum Entwickeln ihrer eigenen Kompetenz und der ihrer Mitarbeitenden zu erhöhen, damit nicht nur die akuten Probleme richtig gelöst werden, sondern auch die Kompetenz zur kontinuierlichen Verbesserung der Leistung der gesamten Organisation steigt.

Verfolgt das übergeordnete Ziel, in der Organisation gute Problemlösungsabläufe zu etablieren, so dass das Erreichen der Ziele ein natürlicher Prozess wird.

Zusammenfassung des Abends

Acht Personen trafen sich im Lokal imagine (Zürcher Hauptbahnhof), um über Shopfloor Management zu sprechen.

Es freute mich sehr, dass grosses Interesse vorhanden war und die Facetten dieser Materie viele Gespräche ankurbelte. Das offene Format des Stammtisches begünstigt dieses Verhalten.

Besten Dank an den Kollegen aus den Staaten, welcher sein Wissen mit uns teilte und den ganzen Shopfloor-Zyklus in einfachen Worten zusammenfasste.

Einfach, offen, gemeinsam…

Ausblick auf nächste Termine

Der nächste Event findest am 18. Mai in Rotkreuz (Kanton Zug) statt. Wir treffen um ab 19.00 Uhr im Aparthotel. Fokus-Thema: Kaizen.

Am 1. Juni wird der Stammtisch in Winterthur zu Gast sein. Wir treffen uns ab 18.00 Uhr im National beim Bahnhof. Fokus-Thema: Notwendige Kompetenzen aller Beteiligten.

Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

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Autor: Frederic Jordan

Selbständiger Organisations- und Managementberater mit Fokus Kaizen, Lean und Veränderung.

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